Alle Artikel von Michael Tempel

Südtirol: Pfelders – Ski-Tipp für Insider

Dieses Skigebiet im Passeiertal ist sowas wie jenes legendäre Dorf in Gallien: Die gesamten Alpen sind übererschlossen mit Liftanlagen, Skischaukeln und Pistenzirkussen. Pfelders jedoch wehrt sich erfolgreich gegen die Vermassung des alpinen Skiurlaubs. Ein Ski-Tipp für Insider.

Das autofreie Dorf hat schon recht früh den Trend zu nachhaltigem Urlaub in intakter Natur erkannt. Es gibt lediglich zwei Sessellifte und zwei Tellerlifte. Gäste dürfen mit dem Auto bis zum Hotel oder der Pension fahren. Dann bleibt das Gefährt bis zur Abreise stehen. Man braucht es auch nicht: Egal, wo man wohnt – bis zur nächsten Piste sind es maximal drei Minuten zu Fuß bzw. per Ski. Wenn ausreichend Schnee liegt.

Lange Schlangen an den Liften? Fehlanzeige. Die Kapazität reicht locker für alle, die in Pfelders Urlaub machen. Und von Meran sind es 45 Autominuten – da fahren die Tagesskiläufer lieber nach Meran 2000 oder sonstwo hin. Und das, obwohl die Pisten in Pfelders die ideale Kombination für Anfänger und Fortgeschrittene bieten.

Das Skigebiet reicht bis auf 2502 Meter hinauf. Es ist normalerweise äußerst schneesicher, die Beschneiungsanlagen müssen höchst selten in Betrieb genommen werden. Die Pisten sind perfekt präpariert, soll heißen, Buckel werden platt gewalzt. Trotzdem hat man nie jenes langweilige Autobahngefühl, das einem den Spaß am Schwingen so oft verdirbt.

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Kalterns Quintessenz

Es geht eben auch anders: Wer nach Kaltern in Südtirol fährt und sich mit den Menschen dort beschäftigt, der erlebt einen von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Mirkokosmos, dessen gesellschaftlicher Konsens durchaus das Zeug zum Vorbild hat: Gemeinschaftsgefühl, Zusammenhalt, Tradition, Stolz, Liebe zur Heimat. Und ausgezeichnete Weine.

Seit jeher ist Kaltern eine Weinregion. Und die Kellerei Kaltern zeigt, wie gut eine Genossenschaft funktioniert. Die Idee dahinter: Würde jeder für sich arbeiten, würde er scheitern – nur gemeinsam lässt sich etwas erreichen. Darüber sind sich die immerhin 400 Mitglieder der Genossenschaft einig.

Deswegen hat man dort bereits in den 1980er-Jahren erkannt, dass Klasse statt Masse die richtige Richtung ist. Entsprechend wurden die Erträge der rund 300 Hektar großen bewirtschafteten Fläche (45 Prozent Weißwein- und 55 Prozent Rotwein-Sorten) konsequent reduziert – von 200 Zentner pro Hektar auf derzeit 75 Zentner. Und das kommt der Qualität eindeutig zugute. 1,8 Millionen Flaschen werden jährlich befüllt.

Am besten sieht man das an der Quintessenz-Linie. Kellermeister Andrea Moser zeigt hier das perfekte Zusammenspiel von noblen Rebsorten und bestem Terroir, von Hingabe und Fachkenntnis. Daraus entstehen Weine für besondere Momente.

Die Quintessenz-Linie wird ausschließlich aus den besten Trauben der ältesten Charakterlagen gekeltert und konzentriert sich auf fünf große Leitsorten: Sauvignon, Cabernet Sauvignon, Weißburgunder, Kalterersee/Vernatsch und edelsüßer Goldmuskateller.  Details und Verkostungsnotizen gibt’s hier.

Wer diese (und natürlich auch alle anderen) Weine verkosten will, der hat genau zwei großartige Möglichkeiten.

Erstens: das Winecenter. Diese monolithische Skulptur am Eingang von Kaltern ist das ambitionierte Projekt der Wiener Architekten-Gruppe feld72. Es lebt vom Dialog der alten Kellerei aus dem Jahr 1911 mit der Architektur des 21. Jahrhunderts.

Zweitens: das Musikfestival „Kaltern Pop“ vom 25. bis 27. Oktober. Es findet heuer bereits zum vierten Mal statt und markiert das Ende der Weinlese. Die Kellerei Kaltern hat für diese Initiative eine Sonderfüllung des Leuchtenberg Kalterersee Classico Superiore mit einem eigenen Kaltern Pop Etikett realisiert.

Wer sich jetzt nicht zu einem Besuch in Kalterns heiler (Wein-)Welt entschließt, dem ist nun wirklich nicht mehr zu helfen.

Tageskarte: Das As der Kelche

Dies ist die letzte Karte meiner Reise durch den Tarot und ein wahrhaft würdiger Abschluss: Schließlich handelt es sich hier um den heiligen Gral, die höchste Glückskarte der Kleinen Arkana.

Die Suche nach dem Gral ist der Inbegriff der Suche nach Erleuchtung, nach Erlösung aus unserer Zerrissenheit und damit nach dem Zustand tiefer innerer Ruhe, Harmonie und Geborgenheit.

Das As der Kelche steht für große Liebe, tiefes Glück, Harmonie, Überfluss, Freude, Schönheit und Zufriedenheit.

Heute ist also ein wunderbarer Tag und schon wieder der erste vom Rest meines Lebens. Ich werde ihn genießen!

Tageskarte: Die Acht der Stäbe

Laut Waite ist etwas im Fluss, man befindet sich in einer bewegenden Zeit, die Stäbe könnten gar Pfeile der Liebe sein. Auf jeden Fall sind sie Hinweise darauf, das bald etwas eintritt, was auch immer das sein mag. Urlaub womöglich. Bei mir stimmt das, ich gehe in der Woche vor Ostern immer zum Skifahren…

Die traditionelle Deutung ist wie üblich etwas negativer – sie verheißt Sturz, Zweifel, Aufgeben und Unsicherheit.

Nach der Karte gestern kommt das für mich nicht infrage. Ich halte es mit Waite und eile schnell auf mein (kreatives) Ziel zu.

Tageskarte: Die Herrscherin

Die Herrscherin ist meine letzte Trumpfkarte in diesem Spiel. Sie steht für die üppig wuchernde Natur und damit für Kreativität, Geborgenheit, das Versorgtsein oder das Umsorgen. Aber auch für die zerstörerische Kraft der Naturgewalten.

Im Alltag bedeutet die Karte eine außergewühnlich schöpferische Phase. Eine Zeit, in der ein lange unterschwellig drückendes Problem endlich bewusst und klar erkannt wird. Neue Ideen brechen sich ihre Bahn, es entstehen neue Situationen, starke innere Spannungen finden ihren kreativen Niederschlag.

Heute ist also endlich der Tag, an dem meine Rakete zündet. Lang genug habe ich darauf gewartet…

 

Tageskarte: Die Acht der Schwerter

Für mich ist das eine spannende Karte. Denn sie zeigt häufig einen Bereich, den wir in uns nicht lebendig sein lassen wollen. Den wir ein- oder sogar ausgesperrt haben. Den wir also als nicht zu uns gehörig betrachten.

Die Karte steht mithin für innere Fesseln, deutet an, dass ich mein eigener Sklave bin.  Oder dass ich körperlich und seelisch am Ende bin.

Zudem spielen Themen wie Demütigung, Kraftlosigkeit, Krankheit, Stillstand und Unsicherheit eine Rolle.

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Tageskarte: Der Stern

Heute ist ein großartiger Tag: Der Stern ist eine Schutzkarte, bedeutet Zeiten großer Hoffnung, steht für Lebensoptimismus und Vertrauen in die Zukunft.

Was auch immer ich heute angehe, hat eine große Bedeutung für meine Zukunft. Begegnungen und neue Freundschaften stehen unter einem guten Stern.

Außerdem steht die Karte für Erfahrungen demutsvoller Einsicht  in die großartige Weisheit der kosmischen Gesetze.

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Tageskarte: Der König der Münzen

Ja ja, der Münzkönig weiß schon, worum es geht. Im Gegensatz zu seinen Kollegen der anderen Elemente sitzt er gelassen, ja fast lässig auf seinem Thron, bereit, das Leben als sinnliche Erfahrung in vollen Zügen zu genießen. Erde halt.

Das ist Dionysos, das Leben ist ein einziges Fest. Okay, er hat eindeutig eine Vorliebe für materielle Werte, sei’s drum! Solche wie er sind praktisch, erdverbunden, pragmatisch, sinnlich, genießerisch, zuverlässig und treu.

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Tageskarte: Der Wagen

Ihr kennt doch bestimmt auch solche Menschen, die eine herausragende Begabung haben, die sie als Bestimmung ihres Lebensentwurfs begriffen und auch umgesetzt haben.

Ganz ehrlich: Ich habe solche Menschen immer beneidet. Die haben nie gezweifelt, was sie nun anfangen sollen, für was sie sich entscheiden sollen. Für solche Menschen ist immer alles ganz klar.

Diese Karte steht für alles, was solche Menschen für ihren Aufbruch ins Leben besitzen: Mut, Zuversicht, Begeisterung, Tatendrang, Initiative. Die kriegen das Wollen und Fühlen wie selbstverständlich in Einklang  – und los geht die Reise.

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