Alle Artikel von Michael Tempel

Meine Tarot-Karte für den 18.2.: Die Vier der Kelche

Es hört einfach nicht auf, seit Tagen habe ich wohl eine schwierige Phase. Vorgestern der Blick auf das, was ich nicht mehr habe. Gestern die grundsätzlichen Zweifel an allem, heute der missmutige Blick auf das, was ich habe.

Man kann es mir halt nicht recht machen. Jetzt hab ich doch alles, was ich brauche, und bin dennoch nicht zufrieden damit. Die Karte steht für Überdruss, Widerwillen, eingebildete Sorgen und Selbstgefälligkeit. Um nicht zu sagen: Langeweile.

Das ist ziemlich gefährlich, ich neige dann dazu, mich in diesem Zustand zu suhlen. Dabei gäbe es eine Chance, da rauszukommen – wie der Kelch zeigt, der mir angeboten wird. Aber den will ich nicht sehen.

Noch nicht. Ich mache mich heute also auf die Suche nach der Chance.

Meine Tarot-Karte für den 17.2.: Die Zwei der Schwerter

Und schon wieder ein mir hinlänglich bekanntes Thema: der Zweifel. Nicht von ungefähr steckt die Zahl Zwei in dem Wort drin.

Die Frau mit den verbundenen Augen versperrt mit den Schwertern den Zugang zu Meer und Mond – den Ebenen der tiefen seelischen Erfahrung.

Die Karte steht also für den massiven Zweifel, der immer dann entsteht, wenn wir unsere Fähigkeit zu intuitiver Erkenntnis komplett ignorieren. Oder schlimmer, dieser Fähigkrit misstrauen. Der Verstand macht uns da einen Strich durch die Rechnung.

Ich schlage mich heute also herum mit Zweifeln, Widersprüchen, Feindseligkeiten. Ich kann keine Entscheidungen treffen, begegne womöglich unangenehmen Mitmenschen.

Es hilft nichts, da muss ich heute durch. Aber ich werde mal bewusst in mich hineinhorchen und auf mein Bauchgefühl achten. Wird schon klappen.

Meine Tarot-Karte für den 16.2.: Die Fünf der Kelche

Auf den ersten Blick eine schwierige Karte, signalisiert sie doch Trennung, Schmerz, Verlust, Enttäuschung, Bitterkeit. Das sind die drei umgeworfenen Kelche, auf die diese schwarz gekleidete Gestalt blickt.

Die beiden Kelche, die noch aufrecht stehen, beachtet sie nicht.

Für mich wieder mal eine bekannte Thematik: Ich schaue bloß auf das, was ich offensichtlich verloren habe – und nicht auf das, was ich noch habe.

Dabei zeigt die Karte doch, dass alles im Fluss ist, dass es immer weitergeht und auch wieder bessere Zeiten kommen.

Also werde ich mich heute umdrehen und mir klar machen, was ich besitze – wobei es nicht um materielle Werte geht. Sondern um geistige und seelische, die letztlich zählen.

Meine Tarot-Karte für den 15.2.: Die Zehn der Stäbe

Wie das halt manchmal so geht: Da schleppt man sich mit irgendwas ab und hat keinen Blick mehr für etwas anderes. Soll heißen: Die Karte steht für eine Zeit oder eine Aufgabe, bei der man sich selbst zuviel zumutet und darüber die Perspektive verliert.

Anders gesagt: Ich arbeite mich an einem Thema ab, das mich niederdrückt, bei dem ich das Gefühl habe, es wächst mir über den Kopf. Oft hat das mit dem Beruf zu tun. Weil ich ja ständig überlege, wie das nun weitergehen soll. Und ob das überhaupt noch was wird.

Da hilft nur eins: Ich versuche heute, dieses Thema auf die Seite zu schieben, denn offenbar kann ich es nicht lösen, indem ich mich damit beschäftige. Also weg damit!

Meine Tarot-Karte für den 14.2.: Die Fünf der Schwerter

Was für eine Kombination – Aschermittwoch und Valentinstag! Und dann auch noch diese Karte…

Sie bedeutet Erniedrigung, Niederlage, Verlust, Eifersucht, Demütigung, Angst, Verrat, Gemeinheit, Hinterlist, Pyrrhussieg.

Also alles, was in einer Beziehung so vorkommt, pardon, vorkommen kann. Angeblich giobt es ja auch welche, die funktionieren. Sogar über Jahrzehnte.

Aber ich will mich nicht beklagen, ich bin halt für Beziehungen nicht gemacht, obwohl ich es vielfach und vor allem ernsthaft versucht habe. Aber irgendwann bin ich immer bei dieser Karte gelandet. Und das kann ich auf Dauer nicht aushalten.

Heute also Valentinstag aus der Distanz – und allen Glücklichen viel Glück!

Meine Tarot-Karte für den 13.2.: Der Teufel

Es ist die alte Geschichte: Ohne Böse kein Gut, ohne Schatten kein Licht, ohne Teufel kein Gott. Solche Gegensätze finden sich natürlich auch in jedem von uns. Und manchmal schlägt halt der Teufel zu.

Dann reitet er uns, und wir handeln gegen unsere Überzeugung, sind gemein, unfäir, machtbesessen, gierig.

Wir lassen unseren Leidenschaften freien Lauf, begeben uns in Gefahr, genießen den Nervenkitzel.

Manchmal aber fühlen wir uns von teuflischen Mächten gefangen, von Drogen etwa, Schulden, oder der Sucht nach noch mehr Geld, da gibt’s viele Möglichkeiten.

Mir ist das heute wurscht – an Faschingsdienstag fällt das überhaupt nicht auf, wenn ich die Sau rauslasse.

Meine Tarot-Karte für den 12.2.: Die Neun der Stäbe

Heute wird sich nicht viel tun, obwohl Rosenmontag ist. Aber ich als Faschingsmuffel warte erstmal ab. Der Typ hinter den Palisaden hat offenbar einiges hinter sich und bleibt wachsam. Womöglich kommt ein Angriff von unerwarteter Seite.

Die Karte steht also für Abwehr, Vergangenheitsbewältigung, Verhärtung, Ungewissheit, Nachdenken, Vorsicht, Verzögerung und Widerstand.

Ich bleib heute einfach mal vorsichtig. Bei all den Pappnasen…

Meine Tarot-Karte für den 11.2.: Die Liebenden

Bei dieser Karte können leicht Missverständnisse auftreten: Hier geht es nicht um die Liebe, zumindest nicht in erster Linie. Vielmehr sind Entscheidungen gefragt. Die Botschaft lautet: Du kannst nicht alles haben.

Weiter: Um etwas zu bekommen, was du unbedingt möchtest, musst du etwas loslassen, das dir viel wert ist.

Oder, wie es bei den Chinesen heißt: Du musst deine Hände öffnen, wenn du Wasser schöpfen willst.

Natürlich deutet die Karte darauf hin, dass man sich verliebt, dass man der großen Liebe begegnet, dass es in der Beziehung wieder so richtig knistert.

Kommt alles nicht für mich infrage. Heute werde ich wohl eine wichtige Entscheidung treffen. Oder mich mit viel Liebe einer Aufgabe widmen.

Muss ich nur noch herausfinden, welcher.

Meine Tarot-Karte für den 10.2.: Die Neun der Schwerter

Zweifellos die klassische Albtraum-Karte. Wobei das „Sich-nachts-schlaflos-Herumwälzen“ allein schon ein Albtraum ist. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich diesen Zustand erlebt habe – weil mir die Zukunftsängste den Schlaf raubten.

Auch mit Depressionen schläft man nicht gut. Trotz der Psychopillen, die alles in Watte packen.

Diese Karte steht also für Verzweiflung, Trostlosigkeit, Albträume, Verlassenheit, Misserfolg, Selbstbeschuldigungen – der ganze Mist halt.

Dennoch gibt es Lösungen, wie ich im Selbstversuch festgestellt habe.

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Meine Tarot-Karte für den 9.2..: Das As der Münzen

Schöne Symbolik: unten die weißen Lilien (= seelische Reinheit), ein goldener Weg durch eine Rosenhecke zu Bergen in der Ferne (= der goldene Weg der Erkenntnis); über allem die strahlenumwobene Hand des Einen (wie auch immer man ihn nennen mag), die eine Münze hält.

Die Bedeung liegt also auf der Hand: Ich habe heute die Chance, mein Glück zu machen – entweder finanziell oder erkenntnistheoretisch.

Grundsätzlich steht die Karte für das große Glück (in Liebe und/oder Finanzen), Belohnung, tiefe Zufriedenheit, Harmonie, Gesundheit.

Dann gehe ich mal davon aus, dass heute meine fiese Erkältung, die mich seit einer Woche quält, endlich überstanden ist.