Tageskarte: Die Neun der Schwerter

Zweifellos die klassische Albtraum-Karte. Wobei das „Sich-nachts-schlaflos-Herumwälzen“ allein schon ein Albtraum ist. Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich diesen Zustand erlebt habe – weil mir die Zukunftsängste den Schlaf raubten.

Auch mit Depressionen schläft man nicht gut. Trotz der Psychopillen, die alles in Watte packen.

Diese Karte steht also für Verzweiflung, Trostlosigkeit, Albträume, Verlassenheit, Misserfolg, Selbstbeschuldigungen – der ganze Mist halt.

Dennoch gibt es Lösungen, wie ich im Selbstversuch festgestellt habe.

Die schlaflosen Nächte zum Beispiel: Irgendwann hat mich das so genervt, dass ich einfach aufgestanden bin, weil Lesen und Fernsehen auch nicht geholfen hat. Stattdessen habe ich Spaghetti gekocht und so getan, als ob mein Tag bereits angefangen hätte. Hab mich an den Rechner gesetzt und was geschrieben. Oder bin nachts durchs Viertel gewandert.

Die andere Möglichkeit ist Vitamin D. Echt jetzt, die Info hängt sogar in der Praxis meines Hausarztes: Weil wir trotz globaler Erwärmung generell zu wenig Sonne abbekommen, produziert der Körper viel zu wenig Vitamin D. Dieses ist jedoch unter anderem für die Stimmung der Seele und des Darms zuständig und vor allem unbedingt notwendig. Nachgewiesen!

Seit einpaar Wochen nehme ich nunVitamin D (und Magnesium). Und siehe da: Meine Laune bessert sich deutlich spürbar, ich schrecke auch nicht mehr vor Kalauern zurück, rede wieder öfter mit Fremden auf der Straße. Und selbst über meine ärztlich diagnostizierte Histaminintoleranz regt sich mein Darm nicht mehr so auf.

Es geht also wie immer darum, wie man mit solchen angeblich negativen Karten wie dieser hier umgeht. Den Zustand darf man akzeptieren, aber allenfalls als Momentaufnahme. Denn morgen gibt’s schließlich wieder eine neue Karte…