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Tageskarte: Die Acht der Kelche

Da habe ich jetzt ein echtes Problem, weil ich auf den ersten Blick nichts mit dieser Karte anfangen kann. Hier geht es um einen bewussten Aufbruch ins Ungewisse, um das Zurücklassen von etwas Wertvollem, um Ängste und Verunsicherungen.

Normalerweise steht die Karte für das aktive Beenden einer Beziehung. Aber wo nichts ist, kann man auch nichts beenden. Das gilt ebenfalls für den Job. Wo keiner ist, kann man auch nicht kündigen.

Andere Deutungsmöglichkeiten gehen in Richtung Verlust, schmerzhafte Enttäuschung, Quälerei, Trennung, unerwiderte Liebe, Melancholie, Schwermut, Verzicht. Das hab ich alles hinter mir, die Karte kommt eindeutig zu spät. Das ist mir allerdings sehr recht. Nochmal würde ich das alles nicht mehr durchmachen wollen.

Tageskarte: Die Acht der Münzen

Die Karte sagt mir, dass ich meines Glückes Schmied bin. Dass ich mir neue Fähigkeiten aneigne. Und das kurz vor der Rente.

Aha.

Muss ich bloß noch herausfinden, welches meiner zahllosen Glücke ich schmieden soll. Wahrscheinlich funktioniert es aber nur, wenn ich mir rote Strumpfhosen anziehe und auf eine Goldmünze draufhaue. Mit Hammer und Meißel.

Ich besitze aber weder eine rote Strumpfhose noch eine Goldmünze noch einen Meißel. Hammer hätte ich. Also rasch in die Stadt fahren und einkaufen. Blöd, heute ist Feiertag. Aber egal.Muss es halt so gehen.

Die Karte steht für einen jener seltenen Lehrlinge, die trotz Ausbeutung frohgemut eine bedeutsame Aufgabe zu erfüllen haben.

Soso, eine bedeutsame Aufgabe. Mal überlegen. Vielleicht sollte ich heute die Welt erklären, einfach so. Aber warum etwas erklären, was eh jeder weiß. Wo lauter Spinner nur eins wollen: immer mehr. Geld, Macht, Glück, Autos, Häuser, Wissen, Weisheit, Glaubwürdigkeit, Authentizität, Stil, Geschmack, Urlaub, Frauen, Männer, Erdöl, Gewinn, Ego, Durchsetzungskraft, Angepasstheit, Bequemlichkeit, Berechenbarkeit, Sicherheit, Energie und eine schnellere Internetverbindung.

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