Schlagwort-Archiv: Kelche

Tageskarte: Die Zwei der Kelche

Eine zwiespältige Karte. Auf der einen Seite steht sie für die Liebe, für Freundschaft und Leidenschaft, Auf der anderen Seite gehen die Deutungen in Richtung Feindseligkeit, üble Nachrede , Trennung oder Begegnung.

Für mich ist das eine positive Karte, die die Kraft der Begegnung zeigt, ganz egal, was daraus entsteht. Ich bin sehr gespannt, wer mir heute über den Weg läuft.

Tageskarte: Die Acht der Kelche

Da habe ich jetzt ein echtes Problem, weil ich auf den ersten Blick nichts mit dieser Karte anfangen kann. Hier geht es um einen bewussten Aufbruch ins Ungewisse, um das Zurücklassen von etwas Wertvollem, um Ängste und Verunsicherungen.

Normalerweise steht die Karte für das aktive Beenden einer Beziehung. Aber wo nichts ist, kann man auch nichts beenden. Das gilt ebenfalls für den Job. Wo keiner ist, kann man auch nicht kündigen.

Andere Deutungsmöglichkeiten gehen in Richtung Verlust, schmerzhafte Enttäuschung, Quälerei, Trennung, unerwiderte Liebe, Melancholie, Schwermut, Verzicht. Das hab ich alles hinter mir, die Karte kommt eindeutig zu spät. Das ist mir allerdings sehr recht. Nochmal würde ich das alles nicht mehr durchmachen wollen.

Tageskarte: Die Neun der Kelche

So mag ich das: Laut Waite sitzt der Mann vor einem Tisch, auf dem neun Kelche voll des köstlichen Weins stehen. Der Typ hat also richtig gefeiert oder tut das noch.

Damit steht die Karte für eine Zeit des Genießens und der Freude. Sie verheißt Fröhlichkeit, eine gute Zeit, häusliches Glück, Genugtuung, Zuversicht, Gesundheit und den Lohn der Mühe.

Wenn ich mir für heute etwas aussuchen kann, dann nehme ich … die Zuversicht!

Tageskarte: Der König der Kelche

Es wird besser: Ich bin zwar nach wie vor im Element Wasser unterwegs, also in meiner Gefühlswelt. Aber im Gegensatz zu den vergangenen Tagen habe ich jetzt endlich wieder meinen Zugang zu meinem Innenleben.

Die Zeit der Verwirrung, der Zweifel an Wünschen und Sehnsüchten ist vorbei. Der König hat alles im Griff. Er ist der König der Gefühle, der Intuition, er ist der Romantiker. Da erkenne ich mich durchaus wieder.

Also werde ich mich heute auf meine Gefühle verlassen und der Welt da draußen mit einem Lächeln begegnen.

Tageskarte: Die Vier der Kelche

Es hört einfach nicht auf, seit Tagen habe ich wohl eine schwierige Phase. Vorgestern der Blick auf das, was ich nicht mehr habe. Gestern die grundsätzlichen Zweifel an allem, heute der missmutige Blick auf das, was ich habe.

Man kann es mir halt nicht recht machen. Jetzt hab ich doch alles, was ich brauche, und bin dennoch nicht zufrieden damit. Die Karte steht für Überdruss, Widerwillen, eingebildete Sorgen und Selbstgefälligkeit. Um nicht zu sagen: Langeweile.

Das ist ziemlich gefährlich, ich neige dann dazu, mich in diesem Zustand zu suhlen. Dabei gäbe es eine Chance, da rauszukommen – wie der Kelch zeigt, der mir angeboten wird. Aber den will ich nicht sehen.

Noch nicht. Ich mache mich heute also auf die Suche nach der Chance.

Tageskarte: Die Fünf der Kelche

Auf den ersten Blick eine schwierige Karte, signalisiert sie doch Trennung, Schmerz, Verlust, Enttäuschung, Bitterkeit. Das sind die drei umgeworfenen Kelche, auf die diese schwarz gekleidete Gestalt blickt.

Die beiden Kelche, die noch aufrecht stehen, beachtet sie nicht.

Für mich wieder mal eine bekannte Thematik: Ich schaue bloß auf das, was ich offensichtlich verloren habe – und nicht auf das, was ich noch habe.

Dabei zeigt die Karte doch, dass alles im Fluss ist, dass es immer weitergeht und auch wieder bessere Zeiten kommen.

Also werde ich mich heute umdrehen und mir klar machen, was ich besitze – wobei es nicht um materielle Werte geht. Sondern um geistige und seelische, die letztlich zählen.

Tageskarte: Die Sechs der Kelche

Sehr seltsam, aber mit dieser Karte kann ich nun überhaupt nichts anfangen. Waite beschreibt das Motiv als „Kinder in einem alten Garten.“ Wahrlich, eine märchenhafte Atmosphäre.

Die Deutung richtet sich oft auf die Zeiten unbeschwerter Kindheit, als man noch nichts vom wahren Leben ahnte. Also verbindet man normalerweise die Karte  mit einem traurigen Zurückerinnern an die gute alte Zeit, als alles noch besser war, mit Zurückblicken, sich in der Vergangenheit verlieren. Manchmal auch mit einer endgültigen Trennung.

Ein bisschen positiver sind Begriffe wie Nostalgie, Freude an der Erinnerung, eine unschuldige Liebe (falls es sowas heutzutage überhaupt gibt), Erinnerung an eine schöne Zeit.

Mit all dem kann ich nichts anfangen. Wenn ich mich erinnere, poppen unwillkürlich schlechte Erlebnisse hoch wie Blasen in einem Schlammloch. Da geht es dann um verletzte Eitelkeit, Demütigung, Würdelosigkeit, Ungerechtigkeit, Schuldgefühle.

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Tageskarte: Die Drei der Kelche

Jubel, Trubel, Heiterkeit. Friede, Freude, Eierkuchen – was will ich mehr? Das wird also heute ein entspannter Sonntag. Voller Glück und Harmonie, Freuden und Wonnen (ich bin gespannt…), Hülle und Fülle, Großzügigkeit. Und es gibt ein Happy End.

Dank der drei Grazien, die blumengeschmückt die Kelche heben und  sich – für mich jedenfalls – zuprosten. Hoch die Kelche!

Jetzt muss ich bloß noch aufpassen, dass das mit dem Genuss heute nicht zu viel wird. Sonst nimmt’s am Ende noch ein böses…

Tageskarte: Die Sieben der Kelche

Auf dieser Karte geht jede Menge ab, das könnte die „Hauskarte“ von David Copperfield sein. Der Typ in Schwarz zaubert sieben Kelche mit erstaunlichen Inhalten aus dem Ärmel. Die reinste Illusion.!

Alles in allem sind das unbewusst helfende Kräfte, da sollte heute nichts schiefgehen. Die Karte steht außerdem für Glück. Das passt, heute mach ich einen Ausflug mit meiner Tochter.

Deswegen kann ich jetzt auch nicht mehr dazu schreiben, ich muss los!