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Südtirol: Pfelders – Ski-Tipp für Insider

Dieses Skigebiet im Passeiertal ist sowas wie jenes legendäre Dorf in Gallien: Die gesamten Alpen sind übererschlossen mit Liftanlagen, Skischaukeln und Pistenzirkussen. Pfelders jedoch wehrt sich erfolgreich gegen die Vermassung des alpinen Skiurlaubs. Ein Ski-Tipp für Insider.

Das autofreie Dorf hat schon recht früh den Trend zu nachhaltigem Urlaub in intakter Natur erkannt. Es gibt lediglich zwei Sessellifte und zwei Tellerlifte. Gäste dürfen mit dem Auto bis zum Hotel oder der Pension fahren. Dann bleibt das Gefährt bis zur Abreise stehen. Man braucht es auch nicht: Egal, wo man wohnt – bis zur nächsten Piste sind es maximal drei Minuten zu Fuß bzw. per Ski. Wenn ausreichend Schnee liegt.

Lange Schlangen an den Liften? Fehlanzeige. Die Kapazität reicht locker für alle, die in Pfelders Urlaub machen. Und von Meran sind es 45 Autominuten – da fahren die Tagesskiläufer lieber nach Meran 2000 oder sonstwo hin. Und das, obwohl die Pisten in Pfelders die ideale Kombination für Anfänger und Fortgeschrittene bieten.

Das Skigebiet reicht bis auf 2502 Meter hinauf. Es ist normalerweise äußerst schneesicher, die Beschneiungsanlagen müssen höchst selten in Betrieb genommen werden. Die Pisten sind perfekt präpariert, soll heißen, Buckel werden platt gewalzt. Trotzdem hat man nie jenes langweilige Autobahngefühl, das einem den Spaß am Schwingen so oft verdirbt.

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Hüttentour in Alta Badia

 Der 5. August 2008 war für Irene Pedratscher mindestens ein ebenso besonderer Tag wie für den Rest der Bewohner von Alta Badia. An jenem Tag nämlich unternahm Papst Benedikt XVI. von seiner Sommerresidenz in Brixen aus eine Pilgerfahrt in das Südtiroler Hochtal, in das kleine Dorf Oies. Dort steht das Geburtshaus des Heiligen Josef Freinademetz, der der Schutzheilige des gesamten Tals ist und Missionar in China war. Sein Bildnis prangt als gewaltiges Plakat an der Kirche in Oies und wüsste man nicht, dass es sich um einen Südtiroler Priester handelt, man könnte glauben, er wäre mit seinem hageren Gesicht und dem langen Kinnbart ein Einwanderer. Irene Pedratscher jedenfalls stand an diesem Tag ebenso wie alle anderen Gläubigen und Pilgern auf der Straße, und es gibt ein Foto, auf dem der Papst ihr die Hand reicht. Dieses Foto, und jetzt nähern wir uns dem eigentlichen Thema, zeigt die Hüttenwirtin gern allen ihren Gästen. Die ihre Ski am Rand der Piste abgeschnallt haben und mit dem Pferdeschlitten gekommen sind, um bei ihr Mittag zu essen.

†tia (HŸtte) Oies - Alla Tana dellÕOrsoIrenes „Ütia Oies – Alla Tana dell’ Orso“, und jetzt sind wir beim Thema, ist eine von acht Hütten, die der Skifahrer im Rahmen der zu Beginn dieser Saison geschaffenen „Skitour Gourmet Santa Croce“ besuchen kann. In sämtlichen beteiligten Hütten kommen typische ladinische Gerichte auf den Tisch und schaffen so quasi ein Gegengewicht der Hausmannskost auf den Bergen zu der mit Michelin-Sternen ausgezeichneten Haute cuisine von Norbert Niederkofler („St. Hubertus“), Stefan Wieser („Siriola“) und Claudio Melis („La Stüa de Michil“) im Tal. Bei Irene, deren eine Stube etwa 500 Teddybären aus Plüsch zieren, während die andere von zahlreichen kleinen Hexen bevölkert ist, gibt es in der Saison Steinpilze vom Grill, der als so genannter „Tartarenhut“ auf dem Tisch steht. Und selbstverständlich auch mit allen Arten von Filet belegt werden kann. Wer den „Hexenteller“ bestellt, erhält übrigens neben ladinischen Spezialitäten auch eine kleine Hexenpuppe als Souvenir.

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