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Tageskarte: Die Vier der Kelche

Es hört einfach nicht auf, seit Tagen habe ich wohl eine schwierige Phase. Vorgestern der Blick auf das, was ich nicht mehr habe. Gestern die grundsätzlichen Zweifel an allem, heute der missmutige Blick auf das, was ich habe.

Man kann es mir halt nicht recht machen. Jetzt hab ich doch alles, was ich brauche, und bin dennoch nicht zufrieden damit. Die Karte steht für Überdruss, Widerwillen, eingebildete Sorgen und Selbstgefälligkeit. Um nicht zu sagen: Langeweile.

Das ist ziemlich gefährlich, ich neige dann dazu, mich in diesem Zustand zu suhlen. Dabei gäbe es eine Chance, da rauszukommen – wie der Kelch zeigt, der mir angeboten wird. Aber den will ich nicht sehen.

Noch nicht. Ich mache mich heute also auf die Suche nach der Chance.

Tageskarte: Die Vier der Münzen

Gemeinhin schreibt man dieser Karte zwei Aspekte zu: Zum Einen ist der Mann stolz auf das, was er besitzt. Zum Anderen klammert er sich an diesen Besitz. Und zwar derart, dass ihn das völlig unbeweglich macht.

Er ist derart auf materielle Sicherheit bedacht, dass alles andere für ihn unwichtig ist. Wenn er nicht umdenkt und beginnt loszulassen, wird  das ein schlimmes Ende nehmen.

Ich gebe das nur ungern zu, aber dieser Hang zu finanzieller Sicherheit ist einer meiner größten Schwachpunkte. Immer wieder habe ich vieles in Kauf genommen, weil ich davon überzeugt war, ich würde andernfalls unter der Brück enden.

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Tageskarte: Die Vier der Stäbe

Na also, geht doch: Heute wird ein Freudentag! Schließlich verlassen die beiden Frauen unbeschwert ihre schützende Burg, um draußenunter Girlanden  zu feiern. Da bin ich dabei!

Die Karte steht für Freude, Harmonie, Zuwachs, verdienten Erfolg, Optimismus, (materielle) Hilfe, neue Kontakte, eine neue Beziehung. Welch Balsam für meine Seele (und meinen Geldbeutel).

Ich beginne den Tag also höchst optimistisch, warte auf Anerkennung und was sonst noch wichtig ist fürs Wohlergehen.

Es bleibt spannend.

Tageskarte: Die Vier der Schwerter

Das wird schwierig heute, diese Karte ist ein bisschen rätselhaft. Sie zeigt einen Ritter in seiner Gruft, mit betenden Händen, darunter sein Schwert. Über ihm hängen drei Schwerter, daneben ein Bild wie eine Glasmalerei. Dort ist eine Figur mit Heiligenschein zu sehen, die eine vor ihm knieende Gestalt segnet.

Gemeinhin steht diese Karte für eine erzwungene Ruhe, eine Zwangspause. Oft bedingt durch eine Krankheit. Meine Wintergrippe habe ich schon hinter mir, das kommt also nicht infrage. Aber mein guter alter Golf ist gestern am TÜV gescheitert. Also ab jetzt Zwangspause in Sachen Auto…

Traditionelle Deutungen gehen in Richtung Zurückgezogenheit, Isolation, Traurigkeit, Rückzug, Wachsamkeit, verletzte Gefühle. Aber auch Verzicht und Askese stecken in der Karte.

Das mit den guten Vorsätzen zum Jahresbeginn war noch nie mein Ding. Mit dem Rauchen aufhören? Wozu denn, ich rauche nun mal gern. Ich könnte heute mal eine Pause einlegen. Theoretisch.

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